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Inklusion

Modellprojekt „Bürgerbewegung für Inklusion“

Rathaus setzt auf Lobbyarbeit für Menschen mit Behinderung
 
Seit Anfang Oktober engagiert sich in Schallstadt eine kommunale Inklusionsvermittlerin. Barbara von Greve setzt sich künftig als zentrale Kontaktperson dafür ein, dass Menschen mit Behinderung besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Damit ist Schallstadt eine von 17 Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die an diesem vom Land Baden-Württemberg unterstützen Modellprojekt teilnimmt und Inklusion fördert. Initiator und Projektträger ist die Akademie des Hofguts Himmelreich in Kirchzarten.
 
Menschen mit Behinderung möchten verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Egal ob schwimmen, tanzen, Musik machen, in ein Konzert gehen oder in Ausbildung und Beruf – noch gibt es viele Hindernisse. Die Barrieren bestehen nicht nur aus Treppen, die für einen Rollstuhlfahrer unpassierbar sind, sondern auch aus vielen „Barrieren in den Köpfen“ wie etwa Unsicherheiten oder Vorurteilen gegenüber dieser Personengruppe. Mit all diesen Hindernissen haben Blinde, Gehörlose, Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen nach wie vor zu kämpfen. In Deutschland sind allein zehn Prozent der Bevölkerung schwerbehindert.
 
Die Kommunale Inklusionsvermittlerin erwartet eine vielfältige Querschnittaufgabe: Barbara von Greve ist eine wichtige Ansprechperson für alle Einwohner und Einwohnerinnen. Sie wird als Vermittlerin in den Vereinen, in den Unternehmen, der Volkshochschule und weiteren Bildungseinrichtungen das Thema Inklusion näherbringen und die Bevölkerung dafür sensibilisieren. Gleichzeitig wird sie die Interessen von Menschen mit Behinderung vertreten.
 
Um das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung in Schallstadt zu verbessern, stehen in den kommenden Monaten zunächst eine Bestandsaufnahme, Bedarfsermittlung und viele Gespräche im Vordergrund. Damit lassen sich dann Handlungsempfehlungen für das Rathaus ableiten, wie Inklusion in der Gemeinde gefördert werden kann. Aber auch der Aufbau eines Netzwerkes von Interessierten und weiteren ehrenamtlich Aktiven gehört zum Aufgabengebiet von Barbara von Greve.
 
"Wir gehen mit gutem Beispiel voran", so Bürgermeister Jörg Czybulka, der zusammen mit dem Gemeinderat die Stelle eines Inklusionsvermittlers beschlossen hat."Unsere Gemeinde übernimmt hier, zusammen mit 17 weiteren Kommunen im Landkreis, eine wichtige Vorbildfunktion". so der Bürgermeister weiter.

"Mir liegt sehr am Herzen, dass bei uns alle Menschen mitmachen können und Teil der Gemeinschaft sind. Eine Behinderung darf kein Hindernis sein" fasst Barbara von Greve ihre Motivation zusammen, warum sie sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt hat. "Alle, die uns hier unterstützen möchten, Ideen haben oder mitmachen wollen, sind uns jetzt schon herzlich willkommen. Wir möchten so viele Menschen wie möglich ins Boot holen", so Barbara von Greve weiter.

Interessierte, die sich engagieren möchten, sind herzlich willkommen und gebeten, Kontakt aufzunehmen.
 
Sie erreichen Barbara von Greve unter der Mobil-Nr. 01 75 / 60 61 727 oder per E-Mail unter inklusion@schallstadt.de.

 


Gemeinde Schallstadt

  • Bürgermeisteramt Schallstadt
  • Kirchstraße 16
  • 79227 Schallstadt
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